Presse

28.11.2017, 17:32 Uhr

Stärkung der Patientenversorgung

PM von PStS'in Annette Widmann-Mauz MdB

Widmann-Mauz MdB: Gesundheitsstandort Tübingen erhält Fördermittel zur Erforschung innovativer Versorgungsformen.

Bild: Pixabay.com
 Für die qualitative Stärkung der Patientenversorgung und zur Förderung innovativer Versorgungsformen hat der Bundesgesetzgeber in der vergangenen Legislaturperiode einen Innovationsfonds ins Leben gerufen, der aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) finanziert wird. Wie die CDU Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Annette Widmann-Mauz MdB mitteilt, profitieren im Förderjahr 2017 gleich drei Tübinger Projekte von dem Fonds.

„Der Exzellenz-Standort Tübingen mit seiner Universitätsklinik und den verschiedenen angegliederten Instituten gilt schon längst als ein wichtiger Innovationstreiber, wenn es um die Erforschung neuer Therapie- und Versorgungsformen geht. In der dritten Förderrunde, für die insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung stehen, ist Tübingen in drei Verbundprojekten vertreten“, freut sich die CDU-Abgeordnete.
 
Unter dem Titel „Duale Lotsenstruktur zur Abklärung unklarer Diagnosen“ arbeitet das Zentrum für seltene Erkrankungen mit anderen Universitätskliniken und den Krankenkassen an Methoden zur Verkürzung von Diagnosestellungen bei komplexen Beschwerdebildern. „Dadurch soll vor allem der Anteil an gesicherten Diagnosen im Sinne des Patientenwohls gesteigert werden. Unklarheiten bei der Diagnose seltener Erkrankungen entstehen u.a. durch gleichzeitig auftretende psychosomatische Störungen. Fachärztliche und somatische Expertisen sollen deshalb besser miteinander verknüpft werden“, fasst Widmann-Mauz MdB zusammen.

Weitere Fördermittel erhält das Universitätsklinikum Tübingen für die Verbundforschung zur Verbesserung der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. „Ziel ist es, die Übertragung von multiresistenten Keimen wie MRSA/MSSA beim Übergang zwischen ambulantem und stationärem Sektor zu minimieren. Dafür soll die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern im Bereich der Patientenaufklärung, der Vor- und Nachsorge bei stationärem Aufenthalt sowie durch Schulungen verbessert werden“, erläutert Widmann-Mauz MdB.
 
Beim dritten Förderprojekt „Online-basierte Achtsamkeitsintervention zur Stärkung psychischer Stabilität von Schwangeren und Förderung einer physiologischen Geburt“ sind mit dem hiesigen Uniklinikum und dem Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg gleich zwei Forschungsinstitutionen aus Tübingen vertreten.

Dazu Widmann-Mauz MdB: „Unter dem Schlagwort „MindPregnancy“ geht es um die Vorbeugung und den Abbau von Depressions- und Angstsymptomen während der Schwangerschaft. Ziel ist es nicht nur, die Frauen mit Hilfe eines digitalen Achtsamkeitstrainings vor Schwangerschaftsdepressionen zu schützen, sondern dadurch auch die Kaiserschnittrate zu senken, die bei Angststörungen werdender Mütter häufiger vorkommt. Das Universitätsklinikum und das Institut für Frauengesundheit sind mit ihrer Forschung Teil der Modellregion Baden-Württemberg, in der die neuen Verfahren erprobt werden.“
 
Die Auswahl der insgesamt 54 Initiativen zur Versorgungsforschung wurde vom zuständigen Innovationsausschuss vorgenommen. Dieser setzt sich aus 10 Mitgliedern zusammen, die von den verschiedenen Organisationen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen entsandt werden. Außerdem sind das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für Bildung und Forschung vertreten. Der Innovationsfonds hat eine Laufzeit von vier Jahren (2016-2019) und zielt darauf ab, neue Ideen und Methoden zur Verbesserung der Patientenversorgung durch interdisziplinären Austausch und sektorübergreifende Forschung anzustoßen.

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