Die Kreisecke - Unsere Politik

 
Kreisecke 03.2019 - Wirtschaftliche Situation
Die wirtschaftliche Situation im Landkreis Tübingen ist gut. Viele Firmen haben, gerade bei uns, die letzten Jahre genutzt, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und sich mit veränderten oder neuen Produkten und Dienstleistungen am Markt zu behaupten.

Trotz einem großen Bevölkerungszuwachs stieg die Zahl der Beschäftigten noch stärker. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind im Zeitraum von 2013 bis 2018 im Landkreis um 17% gewachsen, in Baden-Württemberg um 12%. Die Arbeitslosenquote liegt mit 2,7% um 0,5% unter dem Landesdurchschnitt. Dies ist erfreulich, so wie auch die Entwicklung bei den Exporten und beim Bruttosozialprodukt. Aber, die Wirtschaftsweisen haben ihre Prognosen für dieses Jahr gesenkt, umso wichtiger ist es, dass wir den großen Herausforderungen vor denen wir stehen, kraftvoll begegnen.

Der Bedarf an Fachkräften kann nicht mehr gedeckt werden, es fehlen Gewerbeflächen und der Rückgang von Existenzgründungen kann zu einer Unternehmerlücke in einigen Jahren führen.

Wir müssen deswegen den Fachkräftemangel bekämpfen unter anderem durch Werbung, dass mehr junge Menschen eine duale Ausbildung beginnen, durch das Heranführen bisher nicht Erwerbstätiger an den Arbeitsmarkt und durch die Stärkung weicher Standortfaktoren wie z.B. Wohnraum, Kinderbetreuung, ÖPNV und Bildungseinrichtungen. Darüber hinaus müssen wir für unsere Unternehmen im Landkreis ausreichende Gewerbe- und Industrieflächen (neben den dringend notwendigen Flächen für den Wohnungsbau) zur Verfügung stellen, denn Gewerbegebiete bieten die Arbeitsplätze von morgen. Wir brauchen für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Dies gilt sowohl für den Fernverkehr – Straße und Schiene – als auch für das kommunale Straßennetz und den ÖPNV. Zur Infrastruktur gehört aber auch eine entsprechende Breitbandversorgung für die immer digitale werdende Wirtschaft. Sie ist vor allem in ländlichen Gebieten, aber auch in Teilen städtischer Ballungsgebiete noch lückenhaft. Der Ausbau mit Glasfaser ist immens wichtig und muss schnell erfolgen, er ist ein Standortvorteil.

Nur bei einer florierenden Wirtschaft werden wir die notwendigen Mittel für einen gerechten Sozialstaat, eine zukunftsorientierte Umweltpolitik und die vielen anderen Aufgaben der öffentlichen Hand haben. Schon Ludwig Erhard sagte: „Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ 

CDU-Kreisrat Hubert Wicker (Tübingen)

Zusatzinformationen zum Download