Widmann-Mauz MdB: Universität Tübingen erhält Fördermittel für die Forschung an COVID-19

Die Abteilung Immunologie der Fakultät Biologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen erhält knapp 286.000 Euro an Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die Erforschung von COVID-19. Dazu erklärt die Tübinger Wahlkreisabgeordnete und Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB:

„Die Corona-Pandemie stellt unser Gesundheitssystem bei der Behandlung von Infizierten vor ungekannte Herausforderungen – bislang gibt es keine wirksamen Therapien zur Behandlung der Viruserkrankung. Auf der ganzen Welt wird deshalb nicht nur mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen COVID-19 gearbeitet. Um die Ausbreitung des Virus wirksam bekämpfen zu können, kommt es auch darauf an, das Virus besser zu verstehen. Ich freue mich daher sehr, dass die Universität Tübingen nun knapp 286.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erhält, um therapeutische und diagnostische Ansätze gegen COVID19 zu entwickeln. Die Fördermittel sind an der Eberhard Karls Universität mehr als gut aufgehoben: Es ist kein Geheimnis, dass in Tübingen Spitzenforschung betrieben wird. Vor allem aber sind das gute Nachrichten im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ich bin sehr zuversichtlich und optimistisch, dass Tübingen aufgrund seiner exzellenten Forschungskompetenz einen großen Beitrag zur Entwicklung von Therapiemöglichkeiten leisten kann.“
 
Die Fördermittel des Bundes stammen aus der „Richtlinie zur Förderung eines Nationalen Forschungsnetzes zoonotische Infektionskrankheiten“ und orientieren sich an der Prioritäten der Weltgesundheitsorganisation zu COVID-19. Das geförderte Tübinger Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Identifizierung und Charakterisierung von spezifischen Bindungsstellen (sog. Epitope) des SARS-CoV-2-Virus, die durch Immunzellen des Menschen erkannt werden. Damit sollen detaillierte Kenntnisse über die Wechselwirkungen des Virus mit dem Immunsystem gewonnen werden. Daraus lassen sich zum einen Erkenntnisse für diagnostische Werkezeuge zur Identifizierung von Menschen mit SARS-CoV-2-Immunität gewinnen. Zum anderen können solche Bindungsstellen mögliche Zielstrukturen für die spätere Entwicklung von Virus-spezifischen Immuntherapien zur Behandlung der COVID-19-Krankheit darstellen.

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