Presse

17.04.2018, 19:30 Uhr

Stärkung des doppelten Klimaeffektes der Land- und Forstwirtschaft

PM von Norbert Lins MdEP

Europäisches Parlament stimmt zweiter und dritter Säule zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu / ambitioniertes und ausbalanciertes CO2-Verbuchungssystem / Stärkung des positiven Klimabeitrags von Wäldern

Straßburg. Das EU-Parlament stimmte heute mit 574 zu 79 Stimmen und 32 Enthaltungen für die Verordnung zum Abbau von Emissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF). Zusammen mit dem überarbeiteten Emissionshandel und der ebenfalls heute abgestimmten Lastenteilungsverordnung vervollständigen diese Verordnungen den Rechtsrahmen für die Klimapolitik der EU nach 2020.

„Heute haben wir ein Signal für eine starke europäische Klimapolitik gesetzt und das Pariser Klimaabkommen mit Leben gefüllt. Wir haben nun alle Säulen konkretisiert“, freut sich Norbert Lins (CDU/EVP), Verhandlungsführer des Parlaments für LULUCF, der dritten Säule des Abkommens.

„Während die ersten beiden Säulen CO2-Reduzierungsvorgaben beinhalten, geht es im Bereich LULUCF um die Würdigung des Beitrages der Forst- und Waldwirtschaft zum Kampf gegen den Klimawandel. Mit der Einführung eines Verbuchungssystems für die CO2-Aufnahme und -Abgabe in diesem Bereich haben wir ein System geschaffen, das den doppelt positiven Klimaeffekt nachhaltig verstärkt“, verdeutlicht der Europapolitiker Lins die positive Rolle von Wiesen, Äckern und Wäldern.

„Die neuen europäischen Verbuchungsregeln sind darauf ausgerichtet, eine Balance zwischen Flexibilität und Vorgaben für die 28 Mitgliedstaaten zu finden. Außerdem bin ich sehr froh, dass die Vorgaben für Mitgliedstaaten direkt und nicht für Landbesitzer gelten. Nur so ist ein aktives und nachhaltig angelegtes Forstmanagement möglich. Ein weiterer Erfolg ist, dass spätestens ab 2026 auch bewirtschaftete Feuchtgebiete einbezogen werden. Dies ist gerade unter Berücksichtigung der dort gespeicherten riesigen Mengen an CO2 zu sehen“, weist Norbert Lins auf die Verhandlungserfolge des Europaparlaments hin.

„Mit dieser Gesetzgebung setzen wir ein Signal: Wir wollen, dass unsere Wälder in Europa weiterhin nachhaltig und weitsichtig bewirtschaftetet werden und dies auch wertgeschätzt wird. Es ist uns gelungen, ein weitsichtiges und zukunftsgerichtetes System zu erstellen“, äußert sich Lins direkt nach der Abstimmung.

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