Presse

20.11.2019, 00:00 Uhr

Forschungsförderung, die ins Schwarze trifft

 Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB und ihr Bundestagskollege, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Michael Meister, informierten über die neue steuerliche Forschungsförderung der Bundesregierung.

Angesichts sich eintrübender Konjunkturaussichten kommen Investitionen in Forschung und Entwicklung zentrale Bedeutung zu, um Deutschland als Innovationsstandort zu erhalten. Mehr als 50 Unternehmerinnen und Unternehmer kleiner und mittelständischer Firmen aus der Region Neckar-Alb folgten am Dienstag der Einladung von Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Wahlkreisabgeordnete für Tübingen-Hechingen, um sich aus erster Hand über das Forschungszulagengesetz, die neue steuerfreie Forschungs- und Entwicklungszulage der Bundesregierung, zu informieren. Dafür kam Widmann-Mauz in prominenter Begleitung aus der Hauptstadt in die Unternehmenszentrale der Ovesco Endoscopy AG nach Tübingen: Mit Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, hatte sie einen ausgewiesenen Experten gewonnen, der die Unternehmer über Details und Ausgestaltung des neuen Förderinstruments informierte.
     
„Der Wohlstand von morgen hängt maßgeblich von der Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ab. Uns geht es darum, insbesondere den deutschen Mittelstand, von dessen Technologieführerschaft und Innovationskraft gerade unsere Region Neckar-Alb lebt, gezielt zu unterstützen“, erläuterte Widmann-Mauz eingangs die Bedeutung des neuen Forschungszulagengesetzes. Die Ovesco Endoscopy AG, vertreten von Vorstand Prof. Dr. Marc O. Schurr, sei ein hervorragendes Beispiel eines „hidden champion“, die die Region so stark machten, so Widmann-Mauz.
 
Erst vor zwei Wochen, am 7. November, passierte das Forschungszulagengesetz den Deutschen Bundestag und soll nun zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Unternehmen können auf diesem Weg bis zu 500.000 Euro pro Jahr als steuerfreie Zulage erhalten. Bemessungsgrundlage sind die Personal- und Auftragskosten eines Unternehmens im Bereich Forschung und Entwicklung, maximal jedoch zwei Mio. Euro pro Jahr. „Damit machen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung des Ziels, die Investitionen in Forschung und Entwicklung bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP zu steigern“, betonte Dr. Meister in seinem Vortrag. Auch käme die Förderung den rund 432.000 Beschäftigten in den Forschungsabteilungen der Unternehmen zugute.

Besonders hervorzuheben sei laut Dr. Meister, dass die Förderung auch EU-weite Auftragsforschung einschließe und komplementär zur bewährten Projektförderung gelte. Dass im Gesetz nun auch die Förderung von Unternehmen eingeschlossen sei, die Forschungsaufträge vergeben, sei ein besonderer Erfolg der Union. Schließlich profitierten davon kleinere Unternehmen, die selbst keine eigene Forschung betreiben könnten.

Nach einer lebhaften Diskussion und vielen Rückfragen zeigte sich Widmann-Mauz höchst zufrieden mit der Resonanz: „Ich denke, wir treffen mit der neuen Forschungszulage genau ins Schwarze. Es ist diese Form der Unterstützung, die viele Unternehmen, gerade auch in meinem Wahlkreis, von uns als Bundesregierung erwarten.“