Zahllose Pendler*innen und Schüler*innen sind morgens zu den Hauptverkehrszeiten auf der Schiene unterwegs, aber leider greifen auch jeden Tag mehr Leute auf  in ihre PKW´s zurück und stehen lieber auf den überfüllten Straßen im Stau, als auf den verspäteten oder ausgefallenen Zug  vergeblich zu warten. Die Menschen erwarten zuverlässige pünktliche Züge, die aktuelle Situation sieht aber leider ganz anders aus.

Tägliche Verspätungen und auch Totalausfälle sind an der Tagesordnung, Beschwerden werden beim Ministerium nicht ernst genommen und mit verharmlosenden Kommentaren wie: „Es ist natürlich nicht überall alles perfekt“ abgetan. Das erzeugt Ärger und Frustration. Bereits 2015 warnten die Abgeordneten der CDU Fraktion im Landtag davor, dass das Konzept der Ausschreibung unter Federführung des Verkehrsministers Winfried Herrmann nicht ausreichend durchdacht ist und dass genau diese Zustände eintreten werden könnten, wie sie jetzt eingetreten sind.
 
Das Ministerium hat sich für die billigste Ausschreibung entschieden, nicht für die beste. Laut Herrmann war die DB viel zu teuer und er lobte sich noch bis vor kurzer Zeit, welche Kosteneinsparungen er doch durch die Vergabe an die privaten Betreiber Abellio und Go-Ahead erzielen konnte. Wie sind Kosteneinsparungen zu erreichen: in der Regel durch Einsparungen am Personal, was sich unmittelbar wieder auf die Qualität auswirken muss!
 
Es kann nicht so weiter gehen, dass Schulkinder und deren Eltern nicht wissen, ob sie zuverlässig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kommen, vor allem in der kalten Jahreszeit. Ebenso, dass Pendler wiederholt zu spät zur Arbeit, Schule oder Uni kommen und womöglich durch die frustrierenden Erfahrungen sich vom ÖPNV verabschieden. 
 
Inzwischen hat sich eine Initiative von Eltern gebildet, die sich diese Zustände nicht mehr länger gefallen lassen und sich an die Abgeordneten des Bundes und des Landes, sowie an die Landräte*innen und Kreistage wenden. Sie fordern eine Kostenrückerstattung, bzw. Entschädigung. 
 
Die CDU Fraktion des Kreistages fordert Minister Herrmann auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die chaotischen Zustände im öffentlichen Nahverkehr im Landkreis Tübingen und darüber hinaus zeitnah behoben werden und die neuen Vertragspartner ihren unterzeichneten Pflichten umfassend und schnell nachkommen.
 
CDU Kreisrätin Erika Dürr

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