Hightech aus Dettenhausen – Bundestagsabgeordnete Widmann-Mauz und Bareiß besichtigen Ritter-Solarthermieanlage im Bundesverkehrsministerium

Pressemitteilung von Annette Widmann-Mauz MdB

Mit Sonnenenergie kühlen? Wie das geht, demonstrierten Jürgen Korff, Vorsitzender Geschäftsführer der Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH aus Dettenhausen und Christoph Bühler, Geschäftsführer der Ritter XL Solar GmbH auf dem Dach des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin. Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz MdB besichtigten Thomas Bareiß MdB, Energiebeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der dem BMVI zugeordnete Parlamentarische Staatssekretär, Norbert Barthle MdB das 245 Quadratmeter große Solarthermie-Kollektorfeld. Hier wird in einem hochtechnologischen Verfahren ohne Emissionen oder Frostschutzmittel Wärmeenergie in Kälte umgewandelt.
 

Nachdem Widmann-Mauz MdB bereits die Produktionsanlage der Ritter-Gruppe in Dettenhausen besucht hatte, arrangierte sie einen Gedankenaustausch, um die Potenziale der Solarenergie für den Wärmemarkt zu diskutieren: „Solarthermie kann nicht nur zur Klimatisierung von Gebäuden genutzt werden, sie ist vor allem eine effiziente und CO2-neutrale Heizmethode. Insgesamt sind rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland und 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes auf die Heizung, Warmwasserversorgung und Beleuchtung von Gebäuden zurückzuführen. Im Wärmebereich liegt ein großes Einsparpotenzial. Dabei kann die Solarthermie neben anderen Technologien einen wertvollen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele leisten“, findet Widmann-Mauz, die sich auch von der kostensenkenden Wirtschaftlichkeit der Solaranlage beeindruckt zeigte.
 
Thomas Bareiß betonte gegenüber den Unternehmern, dass der Wärmemarkt im Rahmen der Erneuerbaren Energien mehr Aufmerksamkeit verdiene. Zugleich verwies er auf die international beispielhaften Anstrengungen der Bundesregierung, bis 2020 den nationalen CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu reduzieren. Bis 2050 strebe man sogar an, alle Bestandsgebäude energieeffizient auszubauen bzw. zu sanieren. Mit dem im April 2015 reformierten Marktanreizprogramm (MAP), das finanzielle Zuschüsse für die Wärmenutzung aus Erneuerbaren Energien regelt, sei man auf einem guten Weg. Dabei betonte er, dass Förderanreize am Ende zu mehr Wettbewerb um Innovationen führen und Investitionen anregen. Verpflichtungen und Verbote seien hingegen kontraproduktiv. Bareiß: „Wir erreichen unser Ziel von 14 Prozent erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte bis 2020 nur durch Anreize, nicht durch Zwang! Mit dem MAP motivieren wir Haus- und Wohnungseigentümer, Unternehmen und Kommunen, bei der Wärme auch auf die erneuerbaren Energien zu setzen! “
 
Einigkeit bestand bei der Einschätzung, dass Effizienz ein wesentliches Kriterium bei der Förderung der Erneuerbaren Energien sein muss, damit sich neue Technologien am Ende auf dem Markt behaupten können. Deshalb setzte sich Jürgen Korff dafür ein, dass bei Solaranlagen nicht nach Quadratmeterzahl, sondern nach dem solar erzeugten Ertrag einer Anlage gefördert werden solle. Die CDU-Abgeordneten wiesen darauf hin, dass das Prinzip der ertragsabhängigen Förderung sinnvoll sei und bereits als Testlauf für größere Anlagen in das neue MAP aufgenommen wurde. „Wenn sich die ertragsabhängige Förderung bei großen Solarkollektoranlagen positiv entwickelt, hat diese die Chance auch auf kleinere und mittlere Anlagen ausgedehnt zu werden“, ergänzte Thomas Bareiß. Man werde sich in ein bis zwei Jahren anschauen, wie sich die Förderung entwickelt hat. Weiteren Verbesserungsbedarf sieht Ritter Gruppe im Zusammenspiel der Solarthermie und der Kraft-Wärme-Kopplung. „Wir brauchen beides, Effizienztechnologien und Erneuerbare. Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet sein, dass nicht die Einen die Anderen ausbremsen,“ so Jürgen Korff.
 
Widmann-Mauz MdB: „Umwelt- und Klimaschutz bei gleichzeitiger Effizienz und Wirtschaftlichkeit ist der Ansatz, den die CDU bei der Energiewende verfolgt. Ich freue mich, dass Ritter Gruppe hier mit gutem Beispiel vorangeht. Nicht umsonst wurde das zum Schokoladenhersteller Alfred Ritter gehörende Unternehmen kürzlich mit dem Intersolar Award für ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Projekt im Bereich Solarthermie ausgezeichnet.“

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