Norbert Lins MdEP: Neue Züchtungstechniken - Studie der Europäischen Kommission

Neue Züchtungstechniken - Studie der Europäischen Kommission ist zukunftsgerichtet
 
Die heutige Vorstellung der Studie der Europäischen Kommission zu den neuen Züchtungstechniken wird von Norbert Lins, dem Vorsitzenden des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments, positiv bewertet.

„Wir brauchen einen pragmatischen Ansatz für neue Züchtungstechniken im Sinne einer modernen und nachhaltigen Landwirtschaft. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Kommissarin Stella Kyriakides, Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, stellen dar, dass die Erfüllung der Green Deal-Ziele mit technologischen Innovationen einhergeht.
Neue Züchtungstechniken ermöglichen es, das Erbgut von Pflanzen zielgenau zu bearbeiten und damit deren mögliche Anfälligkeit für Krankheiten, Dürre oder sonstige Extremwetter mit vergleichsweise einfachen Methoden zu bekämpfen. Trockentolerantere Pflanzen oder Pilz-resistenzen verringern die Gefahr von Ernteausfällen und Missernten.
 
Es können Nahrungsmittel mit einer höheren ernährungsphysiologischen Qualität hergestellt werden. Dies dient der Ernährungssicherheit und wirkt Mangelernährung entgegen. Zudem können die Techniken einen Beitrag zum Pflanzenschutzmittelreduktionsziel der Europäischen Kommission leisten.
Natürlich müssen wir bei den neuen Züchtungstechniken bestimmte Grenzen setzen und gleichzeitig das Vorsorgeprinzip beachten. Beides schließt sich aber nicht gegenseitig aus. Wir dürfen mit unserer europäischen Landwirtschaft nicht in einer veralteten Sichtweise verharren, sondern sollten die positiven Potenziale der neuen Züchtungstechniken ausschöpfen - im Sinne der EU als Wissenschafts- und Innovationsregion.
 
Die derzeitige GVO-Gesetzgebung aus dem Jahr 2001 ist für diese innovativen Technologien nicht mehr zeitgemäß. Die Kommission wird nun einen umfassenden und offenen Konsultationsprozess mit der Bevölkerung, den Mitgliedstaaten und dem Europäischem Parlament einleiten, um die Gestaltung eines neuen Rechtsrahmens zu diskutieren. Dies halte ich für richtig, da mögliche Bedenken der Bevölkerung durch einen breiten gesellschaftlichen Dialog mit ein-bezogen werden müssen.“

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