Widmann-Mauz MdB: Bund fördert vielversprechende Medikamentenforschung gegen COVID-19 aus Tübingen mit rund 13 Mio. Euro


Die Bundesregierung treibt die Entwicklung von aussichtsreichen Medikamenten gegen COVID-19 mit Hochdruck voran. Im Rahmen des Förderprogramms zur Forschung und Entwicklung dringend benötigter Therapeutika gegen das Corona-Virus erhalten acht Projekte eine Förderung – darunter die zwei Tübinger Unternehmen Atriva Therapeutics GmbH und EMC microcollections GmbH. Dazu erklärt die Wahlkreisabgeordnete für Tübingen-Hechingen, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB:


„Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, zwei Tübinger Unternehmen bei der wichtigen Forschung nach COVID 19-Therapeutika mit insgesamt rund 13 Mio. Euro zu unterstützen. Beide Unternehmen haben bereits im April Förderung vom Bund erhalten. Damit haben sie Therapeutika entwickelt, die auf dem Weg zur Zulassung als sichere und wirksame Medikamente gegen COVID-19 sind. Die bisherigen Forschungsergebnisse sind sehr aussichtsreich und die präklinischen Entwicklungen der Wirkstoffkandidaten weit fortgeschritten“, so die Staatsministerin und betont: „Tübingen ist Standort für Spitzenforschung in Deutschland und Europa. Mit der Förderung des Bundes könnten die entscheidenden Durchbrüche bei der Entwicklung von Medikamenten im Kampf gegen das Virus aus Tübingen kommen. Damit werden die Bedingungen für exzellente Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor Ort weiter gestärkt. Auch wenn die bundesweite Impfkampagne erfolgreich vorangeht, ist die Pandemie noch nicht vorbei. Der Bedarf an Medikamenten gegen das Virus ist weiterhin hoch.“ Das Unternehmen Atriva Therapeutics GmbH enthält für eine Projektlaufzeit bis Oktober 2022 vom Bund knapp 11,5 Mio. Euro. Der Wirkstoffkandidat ATR-002 des Unternehmens hat das Potential, die Vermehrung des Corona-Virus zu hemmen und gleichzeitig entzündungshemmend zu wirken. Damit ließe sich die stationäre Aufenthaltsdauer von Patientinnen und Patienten deutlich verkürzen und die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, verringern. Der Wirkstoff kann sowohl in der frühen Infektionsphase als auch in einer späten Phase der Infektion wirken. Die Phase I der klinischen Studie, in der der Wirkstoff auf seine Verträglichkeit an gesunden Personen getestet wird, hat der Wirkstoff bereits durchlaufen. Der Bund fördert nun die Phase II der klinischen Studie, bei der dir Wirksamkeit von ATR-002 bei erkrankten Personen untersucht wird. Im Verbund mit der Universität Tübingen erhält die EMC microcollections GmbH für eine Projektlaufzeit bis April 2023 vom Bund rund 1,4 Mio. Euro. Das Projekt zielt auf Personen ab, die einen angeborenen oder erworbenen B-Zell-Mangel haben. Dies ist beispielsweise bei Krebspatienten der Fall. Diese Personen sind weder durch eine natürliche Infektion mit dem Corona-Virus noch durch eine vorsorgliche Impfung in der Lage, Antikörper gegen das Corona-Virus zu bilden. Das Forschungsvorhaben untersucht, wie durch die therapeutische Verabreichung eines neuartigen Coronavirus-Impfstoffes CoVAC-1 T-Zell-Antworten gegen SARS-CoV-2 erzeugt und die genannte Patientengruppe so vor schweren COVID-19-Verläufen geschützt werden kann.

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