Neue WHO-Empfehlungen zu Luftqualität als Orientierung für EU-Gesetzgebung

Norbert Lins MdEP zu neuen WHO-Leitlinien

Zu den heute veröffentlichten neuen WHO-Leitlinien zu Luftqualität erklärt Norbert Lins (CDU): 

"Unsere Luftqualität in Europa verbessert sich durch den Einsatz neuer Technologien, nachhaltiges Umweltmanagement in der Industrie, Gebäuderenovierungen und den fortschreitenden Mobilitätswandel ständig. Dass wir in einigen Gebieten der EU bereits jetzt bestehende WHO-Empfehlungen erreichen, zeigt, dass unsere Maßnahmen für bessere Luft wirken. Die kontinuierliche Verbesserung der Luftqualität und die Reduzierung von Schadstoffen in der Luft bleiben jedoch eine Daueraufgabe.

Saubere Luft ist für uns alle wichtig, deshalb nehme ich die Neuauflage der WHO-Empfehlung für eine Absenkung der Luftqualitätswerte ernst. Für die europäische Aktualisierung der Gesetzgebung sollen die WHO-Werte jedoch nur als Orientierungshilfe dienen. Eine mögliche stärkere Annäherung kann ich mir nach einer vollumfassenden Folgenabschätzung auf Gesundheitsschutz und technologische Machbarkeit, wirtschaftliche Erwägungen und verschiedene andere politische und soziale Faktoren vorstellen -  so sieht es auch die WHO selbst vor. Die Idee von Zwischenzielen begrüße ich, da dies die graduelle Verbesserung Hand in Hand mit technologischen Entwicklungen erwirken könnte.

Mein Ziel ist eine ambitionierte Luftqualitätsgesetzgebung, welche die Gesundheit schützt und gleichzeitig alle Lösungen für bessere Luft fördert. Im Konkreten bedeutet das für mich, dass wir auf lokale Maßnahmenpakete setzen sollten, welche u.a. individuelle Mobilität in Städten weiterhin ermöglichen. Wir sollten dringend mehr darauf achten, dass die Mitgliedstaaten besser umsetzen, die Kommission stärker durchgreift und Messungen vergleichbar werden. Dies sind für mich die wichtigsten Schritte für bessere Luftqualität.“

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