Treffen zwischen Oleg Orlow und CDU-Generalsekretär Gröhe

Der Vorsitzende der russischen Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, Oleg Orlow, und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe haben sich heute zu einem intensiven Gespräch getroffen. Thema war unter anderem die Menschenrechtslage in Russland.

Hermann Gröhe, der bereits früher mit MEMORIAL in Kontakt stand, betonte die Bedeutung der Menschenrechtsorganisation: "MEMORIAL leistet einen wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Russland."

Oleg Orlow erklärte im Anschluss an das Gespräch: "Unterstützung und Schutz von Seiten der deutschen Politik und der EU sind für uns Menschenrechtler in Russland im Moment von großer Wichtigkeit". Orlow sagte: "Eines unserer Ziele ist, dass Russland sich eng an den internationalen Vereinbarungen orientiert, die es selbst ratifiziert hat. Dies wird unser Land demokratischer und freier machen."

Gröhe erklärte, er freue sich sehr, dass MEMORIAL dieses Jahr mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments und dem Victor Gollancz Menschenrechtspreis der Gesellschaft für bedrohte Völker ausgezeichnet werde. Der CDU-Generalsekretär äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, "dass die damit einhergehende internationale Aufmerksamkeit zum Schutz derjenigen beitrage, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte in Russland einsetzen".

MEMORIAL gehört zu den renommiertesten Menschenrechtsorganisationen auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR und besteht heute aus 80 unabhängigen Organisationen in Russland sowie weiteren Staaten der ehemaligen UdSSR.

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