"Vieles gilt schon als selbstverständlich"

Zeitgeschichte

Angela Merkel
Angela Merkel
In einem ausführlichen Interview mit der "Zeit" schilderte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Eindrücke von den Feierlichkeiten rund um den 20. Jahrestag des Mauerfalls bis hin zum Start der neuen schwarz-gelben Bundesregierung.

"Ich werde alles dafür tun, dass CDU und CSU noch lange regieren können"

Besonders beeindruckt zeigte sich die Bundeskanzlerin von ihrem Besuch und ihrer anschließenden Rede vor dem US-Kongress Anfang November. "Ich bin sicher, dass der Auftritt vor dem US-Kongress etwas ist, was man ein Mal erlebt und nie wieder. Das werde ich nicht vergessen. Die eigene Atmosphäre dort, die von transatlantischer Freundschaft, vom Zeitpunkt 20 Jahre nach dem Mauerfall und ein bisschen natürlich auch von meiner Person geprägt war - das war sehr, sehr beeindruckend", erklärte Angela Merkel.

Persönlich viel bedeutet habe ihr darüber hinaus der Gang über die Bornholmer Brücke in Begleitung der Bürgerrechtler am 9. November und auch das Fest am Brandenburger Tor anlässlich des 20. Jubiläums des Mauerfalls. "Das Beste daran war, dass sich von dem schrecklichen Wetter keiner die Stimmung hat verderben lassen. Im November bei fünf Grad in strömendem Regen, und keiner hat gemault."

Im Rückblick auf die Bundestagswahl im vergangenen September betonte Merkel nochmals die Tragweite des Sieges von Union und FDP. "Für mich war die spannende Frage bei der Wahl: Kann in einem etablierten Fünfparteiensystem noch einmal mit zwei Fraktionen, ohne Große Koalition, eine Mehrheit zusammenkommen? Insofern wird das für die deutsche Parteiengeschichte schon ein Punkt sein, dass Union und FDP das nach 1994 im Jahre 2009 unter sehr veränderten Parteienverhältnissen schaffen konnten", so Merkel in der "Zeit". Als "spannend" bezeichnete Merkel auch die Zusammensetzung des neuen Kabinetts. "Jetzt haben wir eine ganze Palette von Erfahrung und Jugend, Nord und Süd, Ost und West in der Regierung. Das ist spannend und bietet Potenzial dafür, dass es eine Regierung ist, die jenseits der Sachlichkeit gesellschaftliche Impulse gibt."




Das Vollständige Interview in der Zeit finden SIe hier.

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