Killertalbahn: Land sieht keinen Handlungsbedarf. Widmann-Mauz regt Dialog zwischen HzL und Ortschaftsrat an

Pressemitteilung von Annette Widmann-Mauz MdB

Anlässlich von Bürgerbeschwerden über sich häufende Kapazitätsengpässe in den Regionalbahnzügen der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) zwischen Hechingen - Gammertingen (ZAB2) hat sich die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Tübingen-Hechingen, Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB schriftlich an den Landesverkehrsminister Hermann gewandt, der für die Verkehrsbestellung der Regionalbahnleistungen zuständig ist.
 

Widmann-Mauz MdB: „Aus der Antwort des Landesverkehrsministers geht hervor, dass er an der Fahrplanund Zugbestellung festhält. Der Minister ist überzeugt, „dass die Menschen entlang des Killertals auch zukünftig gerne und oft das SPNV- und Bus-Angebot der HzL nutzen werden“, wie es in seinem Schreiben heißt. Die Rückmeldungen des Ortschaftsrates Schlatt zur täglichen Pendlersituation berichten das ganze Gegenteil. Besonders Schülerinnen und Schüler haben es seit der Fahrplanänderung weiterhin schwer, einen zumutbaren Stehplatz zu finden. Hier geht es nicht um Komfort, sondern um die Gewährleistung akzeptabler Transportbedingungen.“
 
Wie der Landesminister mitteilt, ergibt sich die Reduzierung der Fahrzeuge entlang des Killertals aufgrund der Neuvorgaben der Landesregierung für den Streckenabschnitt Albstadt-Tübingen (ZAB1). Da die ZAB1 zusätzlichen Bedarf an Wagen hat, werden Fahrzeuge, die zuvor auf der Strecke Hechingen-Gammertingen fuhren, zur Kapazitätsdeckung eingesetzt. Ausgehend von Fahrgastzählungen auf der Killertal-Strecke kommt das Landesverkehrsministerium zum Schluss, dass es auf der ZAB2 zu keinem Platzmangel für Pendler und Schüler kommt. Nur freitagnachmittags wird ein Bus für Schülerinnen und Schüler von Hechingen nach Schlatt eingesetzt, da zu diesem Zeitpunkt das Beförderungslimit im Pendelzug überschritten wird. Hinzu kommt der Fakt, dass der Abschnitt vom Betriebswerk Gammertingen über Schlatt nach Hechingen von der HzL auf eigene Kosten, d.h., wirtschaftlich angemessen betrieben werden muss.
 
Widmann-Mauz MdB: „Im Gegensatz zu Verkehrsminister Hermann empfinden viele Bürgerinnen und Bürger im Killertal die bestehende Fahrplangestaltung als spürbare Einschränkung ihrer Mobilität. Mir ist wichtig, dass die Hintergründe und Ursachen offen diskutiert und transparent gemacht werden. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Betriebsleitung der Hohenzollerischen Landesbahn zu einem Gespräch mit dem Ortschaftsrat Schlatt bereit erklärt hat, um die unterschiedlichen Wahrnehmungen über den Streckenbetrieb zu diskutieren. Den Dialog werden wir so bald wie möglich auf den Weg bringen.“

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